<紀要論文>
1945年以前のドイツにおける「ブッククラブ」と伝統的な書籍販売

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概要 Diese Abhandlung behandelt die Beziehungen zwischen den Buchgemeinschaften und dem traditionellen Buchhandel in Deutschland vor 1945. Zuerst werden die Namen und die Gründungsjahre der insgesamt 52 Bu...chgemeinschaften in Deutschland vor 1945 genannt. Damit wird bestätigt, dass darunter 44 in der Weimarer Republik gegründet wurden, und dass diese Ära die erste Blütezeit der Buchgemeinschaften in Deutschland war. Als Gründe dafür werden die beiden Vorteile der Buchgemeinschaften, die dem damaligen traditionellen Buchhandel fehlten, also die Billigkeit und die Vielfältigkeit der Bücher angegeben. Einerseits konnten die Buchgemeinschaften ihre Bücher billiger als der traditionelle Buchhandel anbieten, weil sie durch die Abnahmeverpflichtung ihrer Mitglieder die Produktionszahl der Bücher genau kalkulieren und damit die Produktionskosten reduzieren konnten. Andererseits deckten die Bücher der Buchgemeinschaften verschiedene politische, kulturelle, religiöse Strömungen, die im traditionellen Buchhandel nicht berücksichtigt wurden. So stellten die Buchgemeinschaften eine wirtschaftliche und inhaltliche Alternative gegenüber dem traditionellen Buchhandel dar. Aber angesichts dieses Gedeihens der Buchgemeinschaften fühlte sich der traditionelle Buchhandel bedroht. Besonders die beiden großen Buchgemeinschaften mit bürgerlichem Publikum, der „Volksverband der Bücherfreunde“ und die „Deutsche Buch-Gemeinschaft“, schienen ihm beträchtlichen Umsatz wegzunehmen. Deshalb ist es kein Wunder, dass der traditionelle Buchhandel die Entwicklung der Buchgemeinschaften zu verhindern versuchte. So wird im Folgenden die Beziehung zwischen den beiden in der Zeit vor und nach 1925, als ihre Konfrontation den Höhepunkt erreichte, ausführlich betrachtet. Die Gründung der Buchgemeinschaften verursachte beim traditionellen Buchhandel am Anfang keine besondere Reaktion. Diese Gelassenheit war aber zugleich ein Ausdruck von Hochnäsigkeit und Unwissenheit. Das Verhalten änderte sich 1924, als sich die „Deutsche Buch-Gemeinschaft“ rasch entwickelte, und zugleich keinen schlechten Einfluss auf die anderen Buchgemeinschaften ausübte. Angesichts dieser Situation breitete sich im traditionellen Buchhandel endlich ein starkes Krisengefühl aus, und man begann, Gegenmaßnahmen gegen die Buchgemeinschaften zu treffen. Und der erste, wichtigste Anlass dafür war die Werbetätigkeit der „Deutschen Buch-Gemeinschaft“. Durch die Empfehlungen öffentlicher Einrichtungen wie das Reichsministerium verbreitete sie einen ziemlich gemeinnützigen Eindruck. Solche Maßnahmen konnte der traditionelle Buchhandel nicht akzeptieren, weil er an seinem Privileg für den Buchhandel festhielt. Trotz der allgemeinen Ablehnung entstand aber schon damals die Kooperationsbeziehung zwischen den Buchgemeinschaften und den einzelnen Buchhändlern bzw. den Autoren. Besonders die Lizenzgebühr und die Vorauszahlung des Honorars brachten ihnen große Vorteile. Außerdem überlappten die Leserschichten der Buchgemeinschaften und die des traditionellen Buchhandels fast nicht. Die Buchgemeinschaften konnten dem traditionellen Buchhandel vielmehr viele neue Leser bringen. So war das Krisengefühl des traditionellen Buchhandels nicht immer angemessen. Es gab eine Möglichkeit, dass die beiden konfliktfrei koexistieren. Aber der traditionelle Buchhandel konnte damals diese Umstände nicht erkennen und versuchte, die Buchgemeinschaften, besonders den „Volksverband der Bücherfreunde“ und die „Deutsche Buch-Gemeinschaft“, um jeden Preis zu unterdrücken. Aber der Kampf mit den Buchgemeinschaften war für den traditionellen Buchhandel nicht einfach, weil sie vollständig autonom arbeiteten. So versuchte der traditionelle Buchhandel zuerst, die Buchgemeinschaften zu verleumden. Er behauptete z. B., dass die Buchgemeinschaften nicht des Buchhandels würdig seien, weil sie die gesunde Lesekultur verletzten, indem sie in großen Mengen Schundliteratur vertreiben. Bei dieser negativen Kampagne unterstützte auch der Börsenverein der Deutschen Buchhändler den traditionellen Buchhandel. Aber dagegen wurde von den Buchgemeinschaften Anklage erhoben. Und der traditionelle Buchhandel konnte die Prozesse nicht gewinnen. So ergriff er als nächstes eine drastische Maßnahme. Er machte die Namen der in den Buchgemeinschaften veröffentlichten Autoren bekannt, damit das Sortiment den Vertrieb ihrer Werke boykottiert. Aber diese „Schwarze Liste“ wurde von den Schriftstellern scharf kritisiert und zurückgezogen. Nach dem Scheitern dieser Maßnahme wurde dem traditionellen Buchhandel bewusst, dass er die Buchgemeinschaften als gerechte Konkurrenten erkennen musste, und dass er mit den Buchgemeinschaften um die gewerbliche Leistung wetteifern musste. Als eine solche gewerbliche Gegenmaßnahme gründete der traditionelle Buchhandel selbst 1925 eine Buchgemeinschaft, den „Verein Deutsche Buch-Einkaufs-Gemeinschaft“. Aber dieser hatte einen tödlichen Nachteil. Er konnte wenige faszinierende Bücher anbieten, weil der große Teil seines Angebotes nur aus den Lagerbeständen des traditionellen Buchhandels bestand. Außerdem wurde diese Gründung wegen der Zunahme des Kleinkrams vom Sortimentsbuchhandel nicht so gern unterstützt. So wurde der „Verein Deutsche Buch-Einkaufs-Gemeinschaft“ schon 1927 aufgelöst. Er konnte nicht nur keine Schutzmauer gegen die Buchgemeinschaften sein, sondern hob auch vielmehr die Vorteile der Buchgemeinschaften hervor, indem er sie nachahmte. Somit verlor der traditionelle Buchhandel schließlich den Grund, die Buchgemeinschaften zu kritisieren. So wuchsen die Buchgemeinschaften in der Weimarer Republik trotz der Störungen des traditionellen Buchhandels. Sie waren kein marginales Phänomen des Buchmarktes mehr, sondern nahmen neben dem traditionellen Buchhandel eine wichtige Stelle im Buchhandel ein und wurden ein sicherer Bestandteil der Lesekultur.続きを見る
目次 はじめに ワイマール共和国時代の隆昌 経済的特質 内容的特質 伝統的な書籍販売に対する脅威 当初の静観 危機感の高まり 実質的長所 共存の可能性 ネガティヴ・キャンペーン 株式取引業者組合の介入 ボイコット 訴訟 書籍販売のブッククラブ まとめ

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登録日 2015.06.22
更新日 2021.03.03

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