<紀要論文>
カフカ文学における反自然的なもの : W. ヴォリンガーの「抽象衝動と感情移入」より

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概要 Nach Wilhelm Worringer sind beim Kunstwollen des Künstlers zwei Antriebe zu unterscheiden, und zwar der Einfühlungs- und der Abstraktionsdrang. Der Einfühlungsdrang findet als Voraussetzung des ästhet...ischen Erlebens seine Befriedigung in der Schönheit des Organischen. Der Abstraktionsdrang ist dagegen die Folge einer großen inneren Beunruhigung des Menschen durch die Erscheinungen der Außenwelt. Dieser Zustand ist nach Worringer als eine ungeheure geistige Raumscheu zu bezeichnen. Nach meiner Ansicht ist die Dichtung von Kafka nicht mehr von den Standpunkt des Einfühlungsdrangus aus zu interpretieren, sondern sie scheint durch den Abstraktionsdrang verursacht zu sein. Man findet in fast allen seinen Werken kein glückliches pantheistisches Vertraulichkeitsverhältnis zwischen dem Menschen und der Natur. In der „Beschreibung eines Kampfes Fassung A“aus seiner ersten Schaffensperiode wird die Hauptfigur, der Ich-Erzähler, durch den Strom abwärts abgerissen. Die Dinge haben sich verselbständigt, und die Festung des 'Ich' wurde erobert, der Mensch durch die Natur unterworfen. In seiner zweiten Schaffensperiode schrieb Kafka „Die Verwandlung", in der sich die Hauptfigur Gregor Samsa in ein Ungeziefer verwandelte. Die Käferexistenz warf ihn aus allem Gewohnten heraus und machte ihn für seine Umgebung abstoßend. Durch seine Entfremdung vom Naturbild empfindet Gregor eine ungeheure geistige Raumscheu. Im Sammelband „Ein Landarzt" symbolisierte Kafka die Vergänglichkeit der Zeit und die Unendlichkeit des Weltraums. Die Natur zeigte sich auch hier grotesk und feindlich. Im „Schloß" seiner dritten Schaffensperiode versuchte die Hauptfigur, der Landvermesser K., vergebens in dem Dorf, über das das überirdische Schloß herrschte, zu wohnen. Durch den tiefen Schnee wurde es dem Landvermesser unmöglich, das Schloß zu erreichen. Der Schnee trennte ihn von der Erde, d. h. dem mütterlichen Boden. Hier findet man ein Äußerstes an Natur-Entfremdung, ja sogar einen schwerwiegenden Verzicht auf die Natur. Deshalb ist es ganz deutlich, daß Kafka durch den Abstraktionsdrang seine Werke schuf. Hier in Japan scheint dagegen der Fall ganz anders zu sein. Der in der Edo-Zeit wirkende Basho Matsuo, einer der berühmtesten Haiku-Dichter, meinte, man könne nur in friedlicher Beziehung mit der Natur ein echtes Gedicht schaffen. Dabei sollte als Thema grundsätzlich die vertraulich-glückliche Natur gewählt werden. In diesem Sinn beruht dasKunstwollen von Kasho eben auf dem Einfühlungsdrang.続きを見る

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登録日 2009.04.22
更新日 2017.01.26

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